Das dreijährige Physikstudium vermittelt fundierte mathematische Kenntnisse zum Verständnis der Kursinhalte, Kenntnisse und Verständnis der klassischen Physik (Mechanik, Thermodynamik, Elektrodynamik und Optik), Grundkenntnisse in Englisch, Chemie, Informatik (Rechnerarchitektur, Netzwerke, Programmiersprachen etc.), die Grundlagen der modernen Physik (Relativitätstheorie, Quantenmechanik, Statistische Physik, Kern- und Subkernphysik, Materiephysik, Astrophysik und Kosmologie) sowie praktische Erfahrung im Umgang mit modernen Laborinstrumenten und experimentellen Datenerfassungs-, -verarbeitungs- und -analysetechniken. Das Programm bietet zudem Wahlfächer zur Vertiefung von Kenntnissen in anderen Bereichen der Physik und zur Vermittlung berufsrelevanter Kompetenzen. Es verfügt über einen einheitlichen Lehrplan und zielt darauf ab, Studierende sowohl für ein Masterstudium in Physik (und anderen Disziplinen) als auch für den Berufseinstieg auszubilden, da sie physikalische Methoden zur Lösung realer Probleme anwenden können. Das Programm umfasst Vorlesungen, Übungen, umfangreiche Laborpraktika und Praktika in den zahlreichen Forschungslaboren und -einrichtungen der Region, mit denen das Programm kooperiert.Triest zeichnet sich durch eine sehr hohe Dichte an Organisationen, Forschungseinrichtungen und Instituten aus, die in verschiedenen Bereichen der Physik tätig sind. Dazu gehören das Nationale Institut für Kernphysik (INFN), das Istituto Officina dei Materiali (Institut für Materialwissenschaften) und das Nationale Institut für Optik des Nationalen Forschungsrats (CNR-IOM und CNR-INO), das Nationale Institut für Astrophysik (INAF), Elettra-Sincrotrone Trieste, das Internationale Zentrum für Theoretische Physik Abdus Salam (ICTP), das Nationale Institut für Ozeanographie und Experimentelle Geophysik (OGS), die Regionale Agentur für Umweltschutz und die Regionale Meteorologische Beobachtungsstelle Friaul-Julisch Venetien (ARPA und OSMER FVG). Die Hochschule „Luciano Fonda“ vergibt leistungsbezogene Stipendien an Physikstudierende. Der Bachelorstudiengang Physik gehört zum Studiengang Physikalische Wissenschaften und Technologien. Studierende, die die Bachelorprüfungen bestehen und eine Abschlussarbeit zu einem Thema von Interesse für Forschung, Industrie oder Bildung erfolgreich verteidigen, erwerben den Bachelor of Science in Physik. Dieser akademische Grad ist vergleichbar mit dem englischen Bachelor oder der französischen Licence. Im Rahmen des Erasmus-Programms bestehen Kooperationsabkommen mit europäischen Universitäten, die Auslandsaufenthalte ermöglichen. Das Bachelorstudium steht allen Studierenden offen, es gibt also keine Zulassungsbeschränkung. Berechtigt sind Studierende mit einem Schulabschluss oder einer gleichwertigen Qualifikation. Das Studium beginnt mit einem zweiwöchigen Vorbereitungskurs, der Grundlagen der Mathematik und Physik vermittelt.Am Ende des Kurses legen die Studierenden eine lokal durchgeführte, nicht-selektive Prüfung ab, um ihre Grundkenntnisse nachzuweisen. Ein Nichtbestehen der Prüfung schließt die Einschreibung nicht aus. Die überwiegende Mehrheit (ca. 90 %) der Absolventen ist mit dem Physik-Studiengang in Triest insgesamt zufrieden und würde sich erneut für denselben Studiengang entscheiden.