Unser zentrales Ziel ist es, unsere Studierenden auf vielfältige berufliche Herausforderungen vorzubereiten, damit sie erfolgreich in zukunftsorientierten Bereichen der Biomedizintechnik Karriere machen können. Im ersten Jahr wählen die Studierenden zwei von drei Spezialisierungsmodulen (Biomedizintechnik, Bioimaging, NanoBioAnalytics) und können so das Programm individuell gestalten. Das zweite Jahr des Masterstudiengangs ist flexibel gestaltet, um den Studierenden praktische Erfahrungen in Forschungsinstituten, der Industrie oder im Ausland zu ermöglichen. Die Studierenden erhalten einen grundlegenden Überblick über In-vitro-Modelle als Alternative zu Tiermodellen – von der Entwicklung über die Zulassung bis hin zur Anwendung – mit ihren Vorteilen, Grenzen und Einsatzmöglichkeiten. Sie gewinnen Einblicke in die neuesten Technologien und Grundlagen der Mikrofabrikation und additiven Fertigung. Sie erwerben Kenntnisse über die extrazelluläre Matrix (ECM) (mit Schwerpunkt auf Kollagen und elastischen Fasern), die Eigenschaften von Biomaterialien und die Wechselwirkungen zwischen Zellen und ECM. Sie verstehen die Kopplung und Interaktion zwischen technischen Implantaten und Gewebe, Material- und Biokompatibilität, Abstoßungsreaktionen, die Passivierung von Oberflächen und technischen Körperteilen aller Art sowie die Prinzipien sensorischer und motorischer Funktionen. Die Biobildgebung vermittelt vertiefte Kenntnisse über präklinische Bildgebung und klinische Anwendungen wie Positronen-Emissions-Tomographie (PET), Magnetresonanztomographie (MRT), optische Bildgebung (OI), Computertomographie (CT) und Ultraschall (US) und umfasst die Entwicklung zukünftiger PET- und multimodaler Bildgebungsgeräte. Mithilfe spezieller Labortechniken werden verschiedene Messmethoden demonstriert.Im Rahmen der klinischen Anwendung diskutieren Studierende spezielle Fragestellungen der Biomedizintechnik, die in praktischen Übungen veranschaulicht werden. NanoBioanalytik integriert biologische und molekulare Nanophysik, Nanotechnologie, biomedizinische Messtechnik, Rasterkraftmikroskopie, Elektronenmikroskopie, Nanostrukturen, Nanomechanik, markierungsfreie Nachweismethoden, wissenschaftliche Instrumente und Geräte, Wandler, elektrische Sensorik lebender Zellen, chipbasierte Sensoren sowie Hard- und Softwareentwicklung. Auf der Grundlage von Vorlesungen, Seminaren und praktischen Erfahrungen erhalten die Studierenden Einblicke in ein hochinnovatives Forschungsfeld der Biomedizintechnik und erwerben grundlegende Kenntnisse über die Organisation von Materie. Sie lernen interdisziplinäre Herangehensweisen und Diskussionsformen kennen und entwickeln die Fähigkeit, Problemstellungen zu analysieren und zu lösen. Pflichtkurse vermitteln kompetenzbasierte Grundlagen und Werkzeuge, die in Industrie und Klinik gefragt sind. Wahlkurse ermöglichen die Erweiterung des Wissens in einem der anderen Spezialisierungsbereiche. Alternativ können technisch interessierte Studierende Kurse an der Universität Stuttgart belegen (max. 12 ECTS).