Absolventinnen und Absolventen der Geburtshilfe sind Fachkräfte im Gesundheitswesen, die sich der Prävention, Behandlung und dem Schutz der Frauengesundheit widmen. Sie erfüllen ihre Aufgaben gemäß den berufsständischen Richtlinien und dem spezifischen Ethikkodex und wenden Planungsmethoden für die geburtshilfliche, gynäkologische und neonatale Versorgung an. Studierende der Geburtshilfe erwerben Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich der sexuellen und reproduktiven Vorgänge im biologischen Zyklus der Frau, von der Pubertät bis zum Klimakterium. Mithilfe ihrer psychologischen und pädagogischen Kenntnisse sind sie in der Lage, die Beziehung zur Frau während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und bei Operationen aufgrund gutartiger oder bösartiger Erkrankungen des Genitalsystems professionell zu gestalten. Nach Abschluss des Studiums arbeiten sie verantwortungsbewusst und ethisch korrekt in multidisziplinären Teams. Im ersten Studienjahr befasst sich der Student mit den Grundlagenfächern, um eine fundierte Ausbildung zu erhalten. Diese soll ihm ein optimales Verständnis der wichtigsten individuellen und geschlechtsspezifischen Aspekte ermöglichen, die den physiologischen Prozessen und dem Übergang zur Pathologie zugrunde liegen – worauf seine präventive, diagnostische, unterstützende und erhaltende physiologische sowie komplementäre Intervention abzielt – und gleichzeitig eine maximale kulturelle und soziale Integration mit anderen Disziplinen gewährleisten. Zu den grundlegenden Aktivitäten gehören die Vorbereitenden Wissenschaften und die Biomedizinischen Wissenschaften.Im zweiten Studienjahr liegt das allgemeine Ziel darin, Kenntnisse über die physiologischen Vorgänge in der Geburtshilfe, Gynäkologie und Neonatologie zu erwerben. Dabei werden die Disziplinen der Geburtshilfe (Med/47), der medizinisch-chirurgischen Wissenschaften, der Prävention sowie der interdisziplinären und klinischen Wissenschaften für die charakterisierenden Aktivitäten herangezogen. Im dritten Studienjahr besteht das allgemeine Ziel darin, den Studierenden die pathologischen Vorgänge und die damit verbundenen Behandlungsprozesse in der Geburtshilfe, Gynäkologie und Neonatologie zu vermitteln. Hierbei werden die Disziplinen der medizinisch-chirurgischen Wissenschaften, der Geburtshilfe (Med/47), der interdisziplinären und klinischen Wissenschaften, der Prävention, des Gesundheitsmanagements sowie der Human- und Psychopädagogik für die charakterisierenden Aktivitäten herangezogen.