Das Forschungsprogramm im Masterstudiengang Internationale Beziehungen bietet eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Denkweisen über internationale Beziehungen, ihrer theoretischen und konzeptualisierten Grundlagen sowie den Handlungsweisen von Akteuren in diesem Praxisfeld. Der obligatorische Kernkurs behandelt die wichtigsten Erklärungs- und Normierungsansätze der Theorie der Internationalen Beziehungen – Realismus, Liberalismus, die Englische Schule, Konstruktivismus, normative Theorie, Gender- und feministische Ansätze sowie postkoloniale Perspektiven. Diese umfassende theoretische Grundlage ermöglicht es den Studierenden, konkurrierende Ansätze kritisch zu bewerten und Internationale Beziehungen als Wissensgebiet, als Sozialwissenschaft und als praktische Disziplin zu verstehen. Im Unterschied zum regulären Masterstudiengang Internationale Beziehungen beinhaltet diese Forschungsrichtung einen obligatorischen Kurs in sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden. Diese methodische Ausbildung vermittelt Forschenden die notwendigen Kompetenzen für die Konzeption stringenter Studien, die Auswahl geeigneter Forschungstechniken und die Durchführung ethischer Forschung. Die Studierenden erwerben fundierte Kenntnisse in qualitativen, quantitativen und Mixed-Methods-Ansätzen und werden so auf selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten vorbereitet. Die Masterarbeit – ein 10.000 Wörter umfassendes, eigenständiges Forschungsprojekt – bildet den Höhepunkt des Masterstudiengangs. Diese umfangreiche Forschungsarbeit ermöglicht es den Studierenden, Fragestellungen von echtem intellektuellem Interesse zu untersuchen, theoretische Rahmen auf empirische Probleme anzuwenden und fortgeschrittene Analyse- und Schreibfähigkeiten zu entwickeln, die in akademischen und politischen Kontexten hoch geschätzt werden.Das MSc-Programm bietet durch Wahlkurse, die sowohl im Fachbereich Internationale Beziehungen als auch in der gesamten Fakultät angeboten werden, ein hohes Maß an Flexibilität. Dieser interdisziplinäre Ansatz ermöglicht es den Studierenden, ihr Studium auf ihre spezifischen Forschungsinteressen und Karriereziele auszurichten, sei es in der Wissenschaft, in internationalen Organisationen, in der Politikberatung oder in Forschungseinrichtungen. Absolventinnen und Absolventen erwerben ein differenziertes Verständnis internationaler Phänomene, fortgeschrittene Forschungskompetenzen und kritisches Denkvermögen, das in vielfältigen Berufsfeldern Anwendung findet.
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